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7 digitale Trends 2022, die du kennen musst (DEEP! #001)

Auch in deiner Podcast App verfügbar:

Hallo an alle digitale Enthusiasten da draußen und an alle, die aus Neugier eingeschaltet haben.

Frisch zum neuen Jahr begrüße ich euch zu einem brandneuen Format von Betaphase. Ich serviere euch knackige Info-Beiträge zu aktuellen Themen aus der digitalen Welt, perfekt für den Weg zur Arbeit oder wieder zurück.

Und was könnte aktueller sein, als digitale Trends im Jahr 2022? Wir schauen uns heute die Zukunft an und – naja auch ein bisschen die Gegenwart. Denn vieles der Trends spielt sich bereits direkt vor unseren Augen und auch noch hinter den Kulissen ab. Ihr wisst ja wie es mit Trends ist, sie können schnell wieder vergehen. Doch wie oft habt ihr euch schon gedacht: “Mensch, hätte ich das nur früher gewusst, dann wäre ich jetzt…” Damit euch das im Jahr 2022 nicht passiert und ihr von den wichtigsten Dingen bereits gehört habt, stelle ich euch hier einige der heißen Trends des neuen Jahres vor. Faire Warnung vor ab: Ich erhebe weder den Anspruch auf Vollständigkeit, noch auf Wahrheit. Schließlich kann keiner wissen, was in diesem Jahr tatsächlich passiert. Ich stelle Dinge vor, die ich persönlich besonders spannend finde.

Und einige davon werde ich in kommenden Folgen noch tiefer für euch beleuchten, da ich in dieser Zusammenstellung natürlich kein Thema tiefer beleuchten kann.

Seid ihr bereit? Steigen wir endlich ein!

Das Metaverse

Fangen wir mit einem brandheißen Thema an: Das Metaverse. Zugegeben, das Metaverse ist unter Experten bereits ein bekannter Begriff und durch Mark Zuckerberg wurde er natürlich noch ein Stück mehr gepusht, weshalb er gerade im Jahr 2022 in aller Munde sein dürfte. Das Metaverse wird nicht nur dieses Jahr Thema sein, sondern vermutlich noch mindestens für die kommenden Jahrzehnte. Marc Zuckerberg möchte also das Metaverse aufbauen. Was ist es denn nun? Er beschreibt es als Nachfolger des mobilen Internets. Im Metaverse sollen sich Menschen virtuell in Echzeit begegnen können. Begegnungen und Aktivitäten sollen dabei extrem viel näher und echter sein, als wir es heute vom Internet kennen. Kennt ihr noch Second Life?

Das Metaverse wird sowas wie das Second Life auf Stereoiden.

Wir kennen bereits Technologien, die die Idee des Metaverse verwirklichen können: Manche haben sie schon auch schonmall ausprobiert oder sogar bei sich im Regel stehen: Ich spreche von Virtual Reality Brillen. Stell dir vor, diese Brillen statten dich irgendwann mit Sinnen für eine völlig frei begehbare virtuelle Welt aus?

Im Metaverse kannst du deine Umgebung riechen, spüren, schmecken, fühlen.

Die Idee des Metaverse entwickelt sich täglich weiter und unterschiedliche Unternehmen wie Meta und Microsoft möchten es aufbauen.

Die Zukunft könnte also noch ganz anders aussehen, als wir heute ahnen.

No-Code und Low-Code

Programmierer und Software-Ingenieure sind für unsere digitalen Infrastrukturen unentbehrlich. Bislang wir kein einziges Digitalprojekt ohne sie umsetzen. Doch durch Konzepte wie Low-Code ändert sich das.

Low-Code-Plattform ist Software, die mit einem “geringen” Programmieraufwand vollständig angepasst werden kann.

Anwender benötigen nur wenige Kenntnisse in Programmiersprachen. Doch selbst das völlige Laien ohne Kenntnisse können nun Anwendungen bauen und zwar mit “No-Code-Software” No-Code hebt das Low-Code-Konzept auf eine andere Ebene und ermöglicht es buchstäblich jedem, eine Anwendung ohne jegliche Programmierkenntnisse an seine Bedürfnisse anzupassen. Das heißt du siehst eine grafische Oberfläche und kannst Designelemente einfach per Drag & Drop einfügen und so deine eigene Anwendung bauen, ohne den eigentlichen Code dahinter anzufassen.

No-Code bringt einige Vorteile mit sich

Denn das Ganze ist natürlich wahnsinnig praktisch für alle, die keine oder nur wenige Vorkenntnisse im Programmieren haben. Mitarbeitende benötigen lediglich eine kurze Schulung und können loslegen.

Hinzu kommt, dass herkömmliche Codes schwerer verständlich sind, was bedeutet, dass die Fehlersuche viel Zeit in Anspruch nimmt. Low-Code und No-Code sind leichter zu verstehen und daher ist es einfacher, Fehler in der Anwendung zu erkennen und zu beheben. Geschulte Mitarbeitende können also schneller entwickeln, als Programmierer es bei herkömmlichen Apps tun können. Die höhere Geschwindigkeit bei der Softwareentwicklung ermöglicht kürzere Veröffentlichungszyklen und einen Vorsprung vor der Konkurrenz. Mit kürzeren Release-Zyklen kann die Software leicht an sich ändernde Anforderungen angepasst werden.

Der Bereich Low-Code/No-Code erfährt dank der vielen oben genannten Vorteile ein starkes Wachstum.

Können jetzt also alle Programmierer zusammenpacken?

Naja, der IT Bedarf ist so viel höher, als er je gedeckt werden könnte. Auf einen neuen Programmierer fallen 5 neue Projekte. Dazu kommt: Low-Code ist ein bisschen wie ein guter Bausatz für Anzüge. Programmierer sind Meisterschneider, die dir einen Anzug erschaffen, der wie eine zweite Haut sitzt und genau deinen Wünschen entspricht. Das wird es in Zukunft immer noch geben.

Außerdem ist man als Anwender von der jeweiligen Plattform abhängig, was beispielsweise Sicherheit und Funktionsumfang angeht.

NoCode ist gekommen, um zu bleiben und wird die Art, wie Unternehmen Digitalprojekte umsetzen, nachhaltig verändern.

Kommen wir zum Thema NFT

NFTs haben sich von einer vorübergehenden Modeerscheinung zu einer neuen Wirtschaftsform entwickelt. Was sind NFTs denn genau? In der digitalen Welt sind NFTs einzigartige Vermögenswerte, die wie andere Werte gekauft und verkauft werden können. Bei der Tokenisierung wird eine wichtige Information, z. B. eine Kontonummer, in eine zufällige Zeichenfolge umgewandelt, die als Token bezeichnet wird und im Falle einer Kompromittierung keinen Wert mehr hat. Diese digitalen Token können zum Kauf physischer Dinge wie echter Gemälde oder virtueller Güter wie digitaler Kunst, In-App-Käufe und sogar virtueller Immobilien verwendet werden.

Das Frankfurt School Blockchain Centre prognostiziert für die nächsten drei Jahre einen Markt von 1,5 Billionen US-Dollar (1,1 Billionen Pfund) für tokenisierte Vermögenswerte in Europa.

Immobilien, Schulden, Anleihen, Aktien, Urheberrechte, reale Kunst, virtuelle Kunst und Sammlerstücke sind alles Beispiele für Vermögenswerte, die in Token umgewandelt werden können.

Dies ist zweifellos ein großer Schritt zur Erfüllung eines der wichtigsten Versprechen der Kryptowährung, nämlich der finanziellen Inklusivität. Investitionen in alternative oder traditionelle Vermögenswerte sind manchmal unerreichbar oder zu teuer. Crowdfunding und Fintech – Finanztechnologie zur Bereitstellung automatisierter und verbesserter Finanzdienstleistungen – werden es Anlegern aller Größenordnungen ermöglichen, in eine breite Palette von Vermögenswerten zu investieren. Behaltet NFTs im Auge, wenn ihr es nicht schon habt, denn dieser Markt wächst und wird noch enorm in 2022 zulegen.

Wie ihr euch denken könnt, ist das Thema NFT riesengroß und könnte in einem eigenen Podcast regelmäßig beleuchtet werden. Hierzu wird es auch später eine dedizierte Folge geben. Kommen wir zum nächsten Trend.

Decision Intelligence

Was ist Decision Intelligence? Klären wir zuerst mal ab, was eigentlich eine Entscheidung ist. Meine Tiefenrecherche aus Wikipedia ergab, Zitat: “Unter Entscheidung versteht man die Wahl einer Handlung aus mindestens zwei vorhandenen potenziellen Handlungsalternativen unter Beachtung der übergeordneten Ziele.” 

Und was beeinflusst unsere Entscheidungen?

Eine ganze Reihe von Dingen wie die aktuelle Situation und Umgebung, unser Wissen über das Thema, unsere Erfahrung sowie Vorurteile, Emotionen, Wünsche und unserer Bauchgefühl. Das Bauchgefühl ist oft eine Mischung aus den vorig genannten Dingen. Also wenn wir Entscheidungen treffen, dann sind diese Entscheidungen vor allem eines nicht: objektiv. Auch, wenn wir das gerne von uns glauben würden, aber das ist ein anderes Thema. Selbst wenn wir alle möglichen Informationen einholen, verfügen wir immer nur über eine begrenzte Datenmenge.

Daher ist Decision Intelligence so ein großes Ding in der Zukunft.

Decision Intelligence ist eine KI-gestützte Entscheidungsmaschine. Anders als wir Menschen haben diese Maschinen nun alle Daten zur Hand. Das System ist mit künstlicher Intelligenz ausgestattet und verarbeitet und analysiert riesige Datenmengen in Echtzeit, erstellt intelligente Vorhersagen auf der Grundlage historischer Daten und schlägt die bestmöglichen Entscheidungen auf der Grundlage der Datensätze und der ursprünglich festgelegten Parameter vor. Im Unternehmenskontext ist das praktisch: Entscheidungen können in kurzer Zeit abgewogen werden. Dabei werden Abteilungen, Finanzen, Wirtschaftslage und hast du nicht gesehen einbezogen.

Remote & Digital First und hybride Arbeitsmodelle

Seit Beginn der Pandemie ändert sich die Art wie wir Arbeiten noch mehr als zuvor. Wir alle haben mehr remote gearbeitet, es gab Kurzarbeit, Jobwechsel und und und. Ich selbst war zu Beginn der Pandemie in Indien und beschloss länger zu bleiben und von dort aus zu arbeiten. Diesen Podcast nehme ich gerade auf Bali auf. Wir waren zwar schon immer remote gut aufgestellt, aber was ich in anderen Unternehmen sehe ist wirklich erstaunlich.

Aufgrund von COVID-19 haben die meisten Firmen und Unternehmen damit begonnen, ihre Mitarbeiter in einem hybriden Modell aus der Ferne arbeiten zu lassen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass diese hybriden Modelle über die Pandemie hinaus erhalten bleiben und Unternehmen solide “Digital-First/Remote-First”-Ansätze entwickeln. Ich mein, viele haben die Vorzüge vom Homeoffice erlebt: Mehr Präsenz zu Hause, mehr Zeit für kleine Erledigungen im Haushalt und so weiter. Durch Hybride-Modelle haben Mitarbeitende und Unternehmen stets das Beste aus beiden Welten. Genau die remote Arbeit wird uns mit den neuen Technologien noch leichter fallen. 5G und neue WiFi Standards ermöglichen uns noch schnelleres Internet und damit noch mehr Konnektivität, von über all aus.

TikTok als neuer digitaler Player 2022

Ihr habt wahrscheinlich schon von TikTok gehört und denkt euch: Nee danke, mir reicht Facebook Schrägstrich Instagram völlig aus, ich brauche keine App mit tanzenden Teenies. Allerdings verändert TikTok die digitale Landschaft, vor allem die der sozialen Netzwerke. Hinzu kommt, dass es viel mehr als Tänze gibt: Mittlerweile vermitteln Tiktoker aus der Welt der Wissenschaft, geben Tipps für den Alltag, für Fitness, Dekoration und eigentlich sonst alles, was es auf der Welt gibt.

Der Konsum von Short-Form Video-Content, also von kurzen Videoinhalten boomt und wird weiter wachsen. Für Unternehmen bedeutet es, dass es neue Formen von Influencern geben wird und auch Werbung auf TikTok für bestimmte Zielgruppen ein immer wichtigeres Thema werden wird.

Und zu allen sozialen Medien: Mit Blick auf den Datenschutz und die Qualität der Inhalte werden alle großen Social-Media-Plattformen bis Ende 2022 wahrscheinlich ihre Datenschutzrichtlinien aktualisiert und ihre Algorithmen optimiert haben. Instagram wird sich natürlich auch das ein oder andere von TikTok abschauen, was es nicht sowieso schon kopiert hat, Stichwort Reels.

Digitale Zwillinge

Was genau ist ein digitaler Zwilling und warum ist es so krass?

Ein digitaler Zwilling ist eine digitale Darstellung eines physischen Objekts, eines Prozesses oder einer Dienstleistung. Ein digitaler Zwilling kann eine digitale Nachbildung eines Objekts in der physischen Welt sein, z. B. eines Automotors, eines Flugzeugs, oder auch größerer Objekte wie Gebäude oder sogar ganzer Städte. Damit können Betriebsabläufe und alle möglichen hochkomplexen Prozesse simuliert werden.

Digitale Zwillinge können also ein fruchtbarer Boden für Innovationen sein und Möglichkeiten für eine verbesserte Produktivität und einen höheren Unternehmenswert bieten. Sie versorgen das Ökosystem eines Unternehmens mit Daten, die für die Entwicklung von Produkten oder Fertigungsprozessen der nächsten Generation erforderlich sind. Aber auch den Healthcare Bereich dürften digital twins schon bald disruptiv beeinflussen.

Der Einsatz digitaler Zwillinge im Gesundheitswesen revolutioniert klinische Prozesse und das Krankenhausmanagement, indem er die medizinische Versorgung durch Tracking von Gesundheitsdaten und Nachbildungen des menschlichen Körpers verbessert. Stell dir vor, Ärzte sehen sich entspannt eine 3D Abbildung deines Herzens an und können vorhersagen, wie lange es noch schlagen wird?

Das sind die digitalen Trends 2022

Freunde, wie ihr seht, ein paar Dinge aus der Vergangenheit und Gegenwart werden vor allem größer und bedeutender im kommenden Jahr. Ich persönlich bin sehr gespannt auf das Thema Metaverse, aber das steckt noch in den Kinderschuhen im Vergleich, was uns da noch in den nächsten Jahren erwarten wird. Aber NFT kommt jetzt, schaut es euch also dringend mal an!

So damit verabschiede ich mich von euch, ich hoffe die Folge hat euch gefallen.

Jeden Montagmorgen kommt eine neue Folge raus, also abonniert diesen Kanal auf Spotify oder iTunes, um immer auf dem neusten Stand der digitalen Welt zu sein. Schaltet wieder ein. Bis bald ciao.

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